Fachtag in Göttingen „Armut und Menschenwürde?“ Systemische Praxis in Zeiten sozialer Ungerechtigkeiten

Systemische Aus- und Fortbildungen

Logo DGSF-SiegelUnsere Systemischen Aus- und Fortbildungen möchten ganzheitlich, integrativ und praxisnah die Inhalte und Methoden der systemischen Therapie und Beratung vermitteln. Das kann nur gelingen, wenn die Ausbildungen sich auf ein breites Fundament von Erfahrungen stützen, wenn sie den Kontakt zum Berufsfeld der TeilnehmerInnen suchen und den TeilnehmerInnen einen umfassenden Überblick über unterschiedliche Settings, Arbeitsfelder und systemische Methoden und Therapieziele ermöglicht.

Seit  April 2017 gelten  neue Weiterbildungsrichtlinien für die Weiterbildung  Systemische Beratung, die den Anforderungen für „Beratung/Counseling“ der Deutschen Gesellschaft für Beratung (DGfB) entsprechen. Das Konzept wurde um 20 Ustd. für 2 Jahre erweitert auf 570 Ustd. Die DGSF entwickelt unter Federführung der  DGfB - dem größten Bündnis professioneller Beratung in Deutschland - ein Modell für die Kompetenzbeschreibung.  Das Ziel ist es, Kompetenzen, die TeilnehmerInnen sich in systemischen Weiterbildungen angeeignet haben, den Niveaustufen des Deutschen Qualifikationsrahmens (DQR) zuzuordnen. Damit wird auch eine europäische Anerkennung möglich.

 

 

22. März 2019: FACHTAG in Göttingen: Armut und Menschenwürde? Systemische Praxis in Zeiten sozialer Ungerechtigkeiten

Flyer Fachtag 2019In vielen psychosozialen Beratungs- und Therapiekontexten gibt es mittlerweile Berührungspunkte mit den Themen Hartz IV, Armut oder Tafeln. Die Schere der sozialen Gerechtigkeit scheint sich – trotz dauerhaft stabiler Konjunktur – immer weiter zu öffnen und mittlerweile hat sich der Kreis der »Betroffenen« weit in die sog. Mittelschicht hinein erweitert.

Daraus erwachsen viele Herausforderungen auch und gerade für systemisch ausgebildete Kolleginnen und Kollegen, denn einige Grundsätze der inneren Haltung und des kontextuellen Handelns scheinen hier an Grenzen zu stoßen. Auf der einen Seite steht die fast tägliche Erfahrung, wie belastend, einschränkend und diskriminierend Menschen häufig Erwerbslosigkeit oder dauerhaften Leistungsbezug erleben, die die Selbstachtung und Würde berühren und häufig mit Scham, Trauer oder sogar traumatischem Erleben verbunden sind. Gleichzeitig wächst bei vielen Beraterinnen und Beratern die eigene Empfindung, Teil eines Reparaturbetriebes oder eines Sanktionierungsapparates zu sein, die zu Gefühlen der Ohnmacht, der Wut oder zur Überidentifikation mit dem Auftrag des Arbeitgebers führen kann.

Der vom Sobi (Sozialpädagogisches Bildungswerk e. V., Münster) in Kooperation mit Vandenhoeck & Ruprecht Verlage in Göttingen geplante DGSF-Fachtag möchte Gelegenheiten schaffen, sich mit einigen Aspekten dieses Themenkomplexes näher zu beschäftigen.

Weiterlesen....

 

Verwendung von Cookies

Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu.