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Führen und Leiten im Sozial- und Gesundheitswesen - 18SB0302

Foto: © Julie/Fotolia.comFoto: © Julie/Fotolia.comIn den letzten Jahren haben sich die Anforderungen an Führung grundlegend gewandelt. Organisationen sehen sich mit höherer Unsicherheit, Komplexität und schnellem Wandel konfrontiert. Viele der klassischen Führungskonzepte, die vorrangig die Führungspersönlichkeit und die Führungsstrategie fokussieren, erweisen sich als unzureichend.

Führung selbst muss flexibler, dynamischer und antwortfähiger werden, um mit den täglichen Unsicherheiten, Unübersichtlichkeiten und Unschärfen umgehen zu können.

Der systemische Ansatz von Führung erlaubt es, ein tief greifendes Verständnis für entwicklungsfördernde und -hemmende Prozesse eines Systems zu entwickeln. Diese Sichtweise führt zu der Haltung, dass Probleme nicht aufgrund individueller Defizite entstehen, sondern Ausdruck zwischenmenschlicher und institutioneller Interaktion sind.

In dieser Fortbildung werden grundlegende Führungsfunktionen in den Bereichen Organisationsanalyse, Personalentwicklung, Konflikt- und Change-Management aus systemischer Perspektive betrachtet.

Angesprochen sind Menschen unterschiedlicher Hierarchieebenen aus dem Sozial- und Gesundheitswesen, die eine Führungsrolle übernommen haben oder übernehmen wollen.

Im Spannungsfeld zwischen Ökonomie und Markt einerseits, der Identität und dem Selbstverständnis sozialer Organisationen andererseits, stehen Führungskräfte sozialwirtschaftlicher Unternehmen vor der Aufgabe, zweckrationales wirtschaftliches Handeln und die Ethik sozialer Arbeit in überzeugenden Organisations- und Führungskonzepten zu verbinden.

Dabei gehen wir von folgendem Aufgabenprofil für Führungskräfte aus:

  1. Mitarbeiter/-innen mit Führungsverantwortung schaffen die organisatorischen Rahmenbedingungen dafür, dass soziale Dienstleistungen kundenorientiert, effektiv, effizient und professionell erbracht werden können.
  2. Sie gestalten die Organisation als werteorientiertes und lernendes System, initiieren und regulieren Konflikte.
  3. Sie fördern Kommunikation ziel- und mitarbeiterorientiert, initiieren und begleiten innovative Prozesse.
  4. Sie fördern aktiv Partizipation, Eigeninitiative und Selbstorganisation der Mitarbeiter/-innen und schaffen damit Voraussetzungen für deren Qualifikation und Entwicklung (Personalentwicklung).
  5. Sie nehmen im Rahmen ihrer Rolle und Funktion Einfluss auf die Rahmenbedingungen für wirtschaftliches Handeln und Voraussetzungen für ökonomische Sicherheit sowie die strategische Ausrichtung der Organisation.
  6. Sie gestalten im Spannungsfeld zwischen Ökonomie und Sinnbezug sozialwirtschaftlicher Unternehmen ein überzeugendes Selbstverständnis, Profil und Leitbild des Unternehmens.

Struktur der Weiterbildung
1. Die Organisation als System – Führen in komplexen Zusammenhängen (28 Ustd)

  • Systemisches Management
  • Organisationsanalyse
  • Systemtheorie und Triadenanalyse
  • Gesprächsführung
  • Partizipative Führung
  • Reflektierende Teams

2. Den Wandel gestalten (19 Ustd)

  • Einführung ins Change-Management
  • Phasen der Veränderung
  • Großgruppentools (World Café, Dynamic Fascilitation etc.)
  • Entwickeln einer Kommunikations- und Veränderungsarchitektur
  • Mitarbeitergespräche erfolgreich führen

3. Konflikte erfolgreich lösen (19 Ustd)

  • Einführung ins Konfliktmanagement
  • Phasen in Konflikten
  • Transcend-Verfahren
  • Phasen in der Mediation
  • Konfliktlösetools
  • Fallbeispiele aus der eigenen Organisation

Prof. Dr. Ingo Zimmermann

Zeiten:       Mo 9.30-18.15h, Di + Mi 9-17h      |       66 Ustd
Termine:     Mo-Mi    5. - 7.3.18    |     Mo/Di    7. - 8.5.18     |    Mo/Di    2. -3. 7.18

Termin Eigenschaften

Datum, Uhrzeit 05.03.2018 9:30
Termin-Ende 03.07.2018 17:00
Einzelpreis 928,00 EUR
Ort Sozialpädagogisches Bildungswerk Münster
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