10.00 – 11.00 Friedhofsgeschichte(n)
mit Markus Kortewille, Geschäftsführer Zentralfriedhof Münster
Wissenswertes und Hintergründiges zum Zentralfriedhof Münster
11.00 – 12.00 Der Tod als Lehrmeisterin
mit Christine Kalkowski, buddhistische Meditationslehrerin
Wir alle wissen, dass wir sterben müssen. Allerdings verdrängen wir dies allzu leicht. Wir denken vielleicht: Nicht heute – nicht ich! In unserer geschäftigen westlichen Welt sind wir mit so Vielem abgelenkt, dass wir vielleicht das Wesentliche im Leben verpassen. Dieser Workshop lässt uns kurz hineinfühlen, was für uns im Leben wirklich wichtig ist, wo unser Herz aufgeht und was wir vielleicht nicht mehr „füttern“ wollen. Der Buddhismus lehrt uns, dass alles vergänglich ist, dass wir das Leben nicht in den Griff bekommen. Und doch können wir uns auf das Heilsame ausrichten. Wir können erkennen, dass unser Handeln Folgen hat. Umso wichtiger ist es, auf unser Herz zu lauschen. Es hat gute Ideen für uns und die Welt. Ich freue mich auf euch und gemeinsames Forschen und Horchen.
12.00-13.00 Würde kennt keine Grenzen
mit Ilya Kryszat, interkulturelle Familienberaterin, Trainerin für Interkulturelle Kompetenz
Impulse zum Verständnis interkultureller Pflege – und Sterbebegleitung
13.00-14.00 Musik und Abschied – Erfahrungsbericht aus der Musiktherapie im palliativen Kontext
mit Philipp Steinke, Musiktherapeut im palliativen Kontext im UKM und in den Hospizen Münster
Musik hat kulturgeschichtlich große Bedeutung insbesondere im Kontext von Religion und Spiritualität, denn sie kann u.a. Erfahrungen von Transzendenz auslösen/fördern. Über die Musik können die PatientInnen etwas über ihre Person erzählen, Trost für die Angehörigen spenden oder einen überpersönlichen Zusammenhang schaffen. In ihrer Wirkung als Kunstform berührt sie einen unbewussten Anteil menschlichen Seins, der über die Worte hinausgeht. Dies macht sie u.a. so wertvoll für den therapeutischen Einsatz im Kontext der Palliativmedizin.
14:00 – 15:00 Uhr „Endlich-!“ Sinn
mit Matthias Mißfeldt, Klinikseelsorger und Pfarrer
Anregungen und Anstöße aus Existentialanalyse und Logotherapie. Die Forschungsergebnisse der Psychologin Tatjana Schnell laden ein, sich mit Sinnfragen zu befassen. Überlassen wir uns der existentiellen Indifferenz einer Erledigungsstruktur unseres Alltags zwischen Konsum und Ansprüchen oder sind wir bereit, grundsätzlich nach der Ausrichtung unserer Lebensbewegung und ihren Werten zu fragen?
15.00 – 16.00 Uhr Das Leben – Eine Heldenreise – eine Bildermeditation
mit Dorothea Tönnissen-Kramer, Kunsttherapeutin, Heilpraktikerin für Psychotherapie, Sterbe- und Trauerbegleiterin
Vom allerersten Beginn des Lebens bis zum letzten Atemzug werden wir immer wieder mit Trennungen, Abschieden und Neuorientierung konfrontiert. Welcher Erfahrungsschatz des Lebens hilft uns Wandel und Veränderung immer wieder neu zu gestalten, zu lernen, zu wachsen?
16.00 – 17.00 Uhr Abschluss-Ritual(e)
mit dem Organistaionsteam Markus Kortewille, Matthias Mißfeld, Dorothea Tönnissen- Kramer, Sarah Waltermann
Rituale gab es zu allen Zeiten und in allen Kulturen. Die symbolkräftigen Handlungen schaffen Rahmen und Raum für Begegnung, Zusammengehörigkeit und Sinn- Erleben. Trauerrituale unterstützen bei der emotionalen Verarbeitung von Verlusten. Dabei verbildlichen sie nicht nur das Ende eines Abschnitts, sondern weisen gleichermaßen auch auf einen Neuanfang hin. In diesem Sinne laden wir alle Gäste und Mitgestaltenden ganz herzlich ein, diesen Tag gemeinsam zu beenden.